Wein, wie ich ihn will plus Social Media

screenshot-www.willenbrock.com-2017-06-09-11-06-21Viele Unternehmen in der Region hadern mit den bösen Sozialen Netzwerken, ärgern sich über diese Zeitfresser oder verzweifeln an der fehlenden Personalstärke und Nähe zu diesen Themen. Dennoch öffnen sich immer mehr kleine und mittelständische Betriebe dem Thema „Facebook & Co“ und erkennen schnell die Vorteile dieser notwendigen Art der Außendarstellung.

Über viele Wochen durfte ich die Firma Willenbrock GmbH & Co. KG auf Ihrem Weg begleiten. Der Weg auf die Kunden zu, der Weg direkt in die Hosentasche sozusagen, auf die Smartphones der Zielgruppe. Es war eine aufregende Reise, die bereits die ersten Früchte trägt. Weiterlesen

Klassische Stellenanzeigen sind out?!

Fast nur langweilige Stellenanzeigen, um Auszubildende zu finden

Stellenanzeige

Oft frage ich mich beim Lesen der Tageszeitung, warum so viele Firmen in der Region immer noch im Web 1.0 Zeitalter denken. Speziell fällt mir das auf im Bereich „Stellenanzeigen“ für Lehrstellen.  Firmen suchen händeringend nach neuen Auszubildenden und schalten eine Printanzeige nach alten Vorgaben wie vor 20 Jahren. Merkt da keiner was? Ähnlich wie das bereits verstorbene Papier-Telefonbuch sollte man sich auch von der altertümlichen „Wir suchen-Anzeige“ verabschieden. Wer den richtigen Kanal und die richtige Form wählt, erreicht junge Bewerber – und kann sie auch z.B. für seine Ausbildungsplätze gewinnen. Klassische Stellenanzeigen erreichen junge Menschen genauso wenig wie klassische Werbung. Jugendliche nutzen Smartphones und tummeln sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Snapchat, Instagram und Youtube. Also muss der Einsatz von Social Media im Recruiting und Employer Branding ein „must have“ sein, oder?  Weiterlesen

Ganz nah beim Kunden

K+K möchte jetzt wirklich ganz nah beim Kunden sein…
img_7933

Ich persönlich blättere z.B. am Wochenende immer noch gerne die zahlreichen Papier-Angebote der Lebensmittelmärkte interessiert durch und vergleiche Preise. Aber ich schaue nicht nur aus Hausfrauensicht auf die bunten Blättchen, sondern auch aus Sicht einer Social Media Managerin. Mir fiel auf, dass das familiengeführte Unternehmen Klaas & Kock B.V. & Co. KG, kurz K+K, seit einiger Zeit auch die Sozialen Netzwerke als Marketingkanal entdeckt hat. Das Unternehmen ist im Nordwesten Deutschlands tätig und unterhält hier in meinem Heimatort allein 9 Verbrauchermärkte. Obwohl es mitunter mein Stamm-Supermarkt ist, habe ich mir oft gewünscht, dass man sich moderner gibt und dem Werbekanal „Prospekt“ endlich mal eine erhöhte Reichweite im Social Web verpasst. Alles war ein wenig konservativ und die Werbebotschaften sehr staubig verpackt. Um so mehr hafullsizerender-24be ich mich gefreut, als ich vor einigen Wochen auf meinem K+K-Werbeflyer ein „Liken Sie uns“ vorgefunden habe. Eine eigene Fanpage! Wow! Endlich!
Man kann eindeutig eine Agenturhandschrift erkennen, denn die neue Facebookseite ist professionell geführt und zu meiner Freude wird dort sogar auf Besucherbeiträge geantwortet. Professionelle Fotos (auch Profil- und Titelbild), prägnante kurze Texte und regelmäßiges Posten zeichnet diese Seite aus.
Zwar wurde hier und da eine 1 oder 2-Sterne-Bewertung nicht eines Blickes gewürdigt (warum wohl???), aber an anderer Stelle wurde auch bei Kritik Stellung genommen. Vielleicht könnte sich da ein Fanpage-Betreuer noch einmal erbarmen? Macht sich doch gut, wenn man unzufriedene Fans versucht glücklich zu machen. Eine hohe Reaktionsfreudigkeit bei Nachrichten ließ mein Socialmedia-Herz höher schlagen. Zwar finde ich die Nutzung des „Call-to-Action-Buttons“ etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich könnte dem Unternehmen auch keine Alternative empfehlen. Unter „Jetzt einkaufen“ verstehe ich eben was anderes als einen Blätter-Katalog. Nun, über die Belegung dieser Fläche muss nachher das Monitoring entscheiden. Nachdem ich auch den grauen Verifizierungshaken gesucht und gefunden habe, bin ich sehr positiv überrascht über die ersten Schritte auf diesem neuen Weg. Zwar kann man mit den Accounts der Großen in der Branche nicht mithalten ( z.B. hat REWE eine Präsenz bei Facebook, Twitter, YouTube, Instagram, Google+ und Pinterest), aber man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Im Prinzip ist es ja richtig, dass man sich zunächst auf einen Kanal beschränkt und diesen Job gut macht. Aber z.B. einen Instagram-Account könnte ich mir gut vorstellen.
kk

Auf viel Lob folgt noch ein kleiner Tadel. Das Gewinnspiel zum Jahreswechsel diente sicherlich dem Fanaufbau. Man hat versucht alle Richtlinien zu beachten, dennoch ist es so ganz astrein nicht, aber da schauen wir heute mal großzügig hinweg. Was ich zu meckern habe? Nun, die Teilnahmebedingungen wurden in eine Grafik gepackt und waren nicht wirklich zu lesen. Und der zwar optional  gemeinte Satz „Gerne dürft ihr diesen Beitrag auch teilen“ sollte einem Profi nicht in das wording rutschen. Man versucht gerne das Teilen (freiwillig) zu forcieren, aber da bewegt man sich dann doch in einer Grauzone, denn es ist untersagt. Aber: Alles in allem war der neue Facebook-Auftritt meines „Stamm-Supermarktes“ sehr erfreulich. Allerdings lass ich (auch als onlineaffine Netztante) nix auf die realen K+K-Mitarbeiter hier in meiner Nähe kommen. Die leisten genauso hervorragende Arbeit direkt am Kunden wir die Admins auf Facebook mit den Fans. Und dort hat man noch zusätzlich die Herausforderung, bei einer Beschwerde direkt und unvorbereitet antworten zu müssen. Ob offline oder online, ob Fleischtheke oder Facebookseite: Der Kreis schließt sich bei dem Satz, der auf der K+K-Website (Super Arbeit, connectiv! eSolutions GmbH) zu finden ist „Ganz nah beim Kunden“! Jetzt dann eben NOCH NÄHER beim Kunden!

Und? Ist Euer Supermarkt auch auf Facebook? Oder ist Euch das egal? Erwartet ihr eine Präsenz im Social Web? Beeinflusst das Euer Kaufverhalten?

Die 10 häufigsten Fehler auf Grafschafter Facebook-Seiten (und auch generell)

hilfe

Ich will auch direkt mit der Tür ins Haus fallen und loslegen! Viele Beratungstermin in der Grafschaft Bentheim zeigen mir immer wieder dieselben Schwachstellen und Anfängerfehler speziell bei Facebook-Unternehmensseiten auf. Schnell hat ein Einzelhändler eine Facebookseite erstellt und wundert sich dann, dass es bei anderen anders oder besser läuft. Daher hier meine TOP TEN für alle Grafschafter Facebook-Admins (und alle anderen auch natürlich):

  1. KEIN DIALOG MIT DEN FANS
  2. KEINEN BENUTZERNAMEN UND KEINE EIGENE URL ANLEGEN
  3. PROFILBILDER UNTERSCHÄTZEN
  4. GEKLAUTE ODER FALSCHE BILDER NUTZEN
  5. TEXTE FÜR FACEBOOK UNPASSEND FORMULIEREN
  6. VERBOTENE GEWINNSPIELE POSTEN
  7. ÜBER DAS WETTER POSTEN
  8. KEIN IMPRESSUM
  9. VERWECHSLUNG VON PRIVAT UND GESCHÄFT
  10. PANIKATTACKEN BEI KRITIK ODER SCHLECHTEN BEWERTUNGEN

Es gibt sicherlich noch einige weitere Punkte, aber eben über diese Dinge stolpere ich immer wieder. Nun zu jedem Punkt eine kleine Anmerkung:

Zu 1) Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Wer da die Kommentare nicht beantwortet, die Nachrichtenfunktion ausschaltet oder selbst keine Interaktion schafft, hat auf lange Sicht verloren. Große Firmen wir die Deutsche Bahn (aktuell nicht mein bester Freund grrrrrr) nutzen professionell die Möglichkeit Kundenservice direkt am Fan zu praktizieren und freuen sich über jede Nachricht. Jeder Kontakt eines Fans muss als Geschenk gesehen werden!

Zu 2) Fanpages, die in der Browserzeile oben noch eine URL stehen haben mit einem Nummern-Wirrwarr und Bindestrichen, haben sich noch nicht einen eigenen Benutzernamen und eine eigene URL bei Facebook eingerichtet. Das ist sowohl für die Außendarstellung unpraktisch, als auch für die Google-Roboter. Der Benutzername einer Seite erscheint unter dem Namen einer Seite, in den Suchergebnissen und in der URL einer Seite, damit die Fans die Seite auch finden. Es ist also wichtig!!!

Zu 3) Kein Mensch schaut sich die Infos AUF einer Fanpage an. Die Menschen scrollen sich durch den Newsfeed und entscheiden dann anhand des Profilbildes und des passenden Postings, ob man sich den Beitrag ansieht/durchliest. Man muss also auf sich aufmerksam machen bei soooooo vielen Millionen Fanpages. Also Profilbild sollte man sein Logo benutzen oder zumindest ein eindeutiges klares Bild, welches zu dem Unternehmen gehört. KEINE Fotos mit vielen Menschen oder Privat-Fotos von sich selbst (sehe ich immer wieder). Und wichtig: Bitte bitte die Maße beachten! Das Kästchen ist VIERECKIG!  Das Bild muss dann angepasst werden. Wenn man ein rechteckiges Logo hat (echt doof dann), muss man es geschickt grafisch bearbeiten und in ein Viereck bekommen (oder den Grafiker bitten ein extra Facebook-Logo zu entwerfen in Anlehnung an das rechteckige Logo)

Zu 4) Eigentlich kein Kommentar dazu. Es sollte klar sein, dass man keine Bilder von Google oder sonst woher klauen darf (sehe ich IMMER WIEDER!!!). Bevor ein Foto tatsächlich verwendet wird, sollten drei Punkte geklärt sein, so Rechtsanwalt Thomas Schwenke in seinem Gastbeitrag auf allfacebook.de

Zu 5) Da der User einen Beitrag im Newsfeed anliest, sollte man in den ersten vier/fünf sichtbaren Zeilen den Fan begeistern und zur Interaktion auffordern. Das kann man nicht, wenn man z.B. viele Leerzeilen und Absätze in die Postings haut. Oder ich beginne den Text mit „Guuuuuuuten Moooooorrrgen“, denn dann habe ich wertvolle Zeichen verschenkt.Kürzere Texte (ich kann es auch fast nie einhalten) sind außerdem auf Facebook erfolgreicher/wertvoller, wenn man den Machern Glauben schenken darf. Inhaltlich muss man natürlich begeistern. Klar, oder?

Zu 6) Da wollte ich mich eigentlich nicht zu äußern, da ich schon so manchen zornigen Admin im Genick hatte (habe nur nett kostenfrei beraten und ihn drauf hingewiesen…). Ich sehe IMMER WIEDER Gewinnspiele, wo zum TEILEN des Beitrages aufgefordert wird oder (wenn auch indirekt) zum Markieren von Freunden. DAS IST VERBOTEN! Vielen Admins ist es nicht bewusst, dass man Seiten und auch Postings an Facebook melden kann. Ich würde so etwas nicht riskieren. Eine meiner einfachsten aber klarsten Aufstellungen für die Gestaltung von Gewinnspielen findet ihr hier (zwar schon von 2013, aber immer noch aktuell) http://blog.fanpagekarma.com/2013/11/25/checkliste-fur-facebook-chronik-gewinnspiel/?lang=de 

Zu 7) Schreibt bitte auch nur Dinge über Euer Unternehmen, über Euren Verein, die den Menschen am anderen Ende interessieren. Sobald ihr vom Wetter schreibt (es gibt Ausnahmen, wenn ihr z.B. in einer passenden Branche agiert) ist dem Fan klar: Der hat heute nicht viel zu sagen…. Langweilig! Spam! Bäh…Ziel muss immer sein: INTERAKTION

Zu 8) Schon seit einiger Zeit gibt es ein eigenes Feld in den Einstellungen einer jeden Seite, wo man sein IMPRESSUM einpflegen kann. Es ist sooo einfach:

screenshot-www-facebook-com-2016-11-17-11-18-34

Facebook HILFE hilft fast immer

Für gewerbliche Webseiten, Blogs und Online-Shops besteht eine Impressumspflicht. Auch Facebook Profile und Fanseiten müssen über ein Impressum verfügen, wenn Sie nicht rein privat sind. Das Gesetz macht hier keinen Unterschied, ob es sich um eine Internetseite oder um eine Facebook-Seite handelt. An dieser Stelle bitte ich sich selbst weiter zu informieren, da ich als Social Media Managerin nicht juristisch beraten darf. Gerne weise ich aber auf die Pflicht hin, das Feld IMPRESSUM zu füllen.

Zu 9) Immer wieder finde ich gewerbliche Seiten mit Passfotos des Chefs als Profilbild vor (kein Witz!).Oft erfahre ich in Beratungsgesprächen, dass der Ersteller der Fanpage überhaupt nicht den Unterschied zwischen einem PROFIL (privat) und einer SEITE (geschäftl.) kennt. Leider wird dann auf der Seite auch teilweise so getextet als wenn es ein Privatprofil wäre. Das „Duzen“ der Fans ist OK, aber man schreibt eben nicht auf eine Fanpage „Schön, dass ihr gestern alle da ward, die Bude war gerammelt voll und ich war abends ganz schön platt“ (LIVE GESEHEN). Also bitte immer den nötigen Abstand halten und auf der Fanpage entsprechende mit Respekt und lockerem Umgangston seine Fans begeistern – aber auch mit Niveau!

Zu 10) Ich bekomme immer wieder Mails, sobald die erste schlechte Bewertung oder eine negative Kritik auf einer Fanpage gesichtet wurde. Ich muss dann oft beruhigen und verdeutlichen, dass es ein Geschenk ist, wenn sich die Menschen von ganz alleine (wenn auch mit Kritik) an einen wenden. Andere geben da viel Geld aus, das der Fan mit einem spricht. Grundsätzlich gilt: Man muss zu allem Stellung nehmen und jede Kritik erst einmal prüfen. Auf Augenhöhe antworten, sich kümmern und professionell reagieren – DAS ist das Motto! Bei Bewertungen ist es manchmal sogar Unwissenheit (man denkt, dass 1 = seht gut ist) oder einfach ein „Vertipper“ am Handy, dass man nur einen Stern bekommen hat. Auch da sollte man den Dialog (siehe Punkt 1) in den Vordergrund stellen und notfalls den Fan fragen, wie es zu einer schlechten Bewertung kam.
WICHTIG: Wie im echten Leben darf und soll ja auch jeder seine Meinung kund tun. In der realen Welt habt ihr ja auch nicht nur 5-Sterne-Bewertungen, oder?
In meine Workshops empfehle ich immer dieses einfache Flussdiagramm. Das hilft bei Kritik-Postings immer ganz gut:  flussdiagrammsome
Der dazugehörige Artikel ist ebenfalls klasse: http://karrierebibel.de/shitstorm-definition-beispiele/

So, nun bitte ich Euch Leser meine Top 10 an Eurer Seite abzuarbeiten und freue mich über ein WEITERSAGEN meines Beitrages! Falls ihr an einer Beratung interessiert seid (wir prüfen dann Eure Fanpage auf Herz und Nieren), schreibt mir eine Mail an
info@hamster-rat.de

 

 

Historischer Feldtag Nordhorn 2016

GrafschaftLOGO FACEBOOKer Einblicke (Titel meines Blogs) hatte ich in der vergangenen Zeit genug. Die Kunden, die ich als Social Media Managerin in der Region betreue kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Aber am meisten habe ich über den Nordhorner Treckerclub e.V. gestaunt und wünsche allen Gewerbetreibenden so ein Engagement, so ein tolles Team und so ein straffes Organisationskonzept. Der Verein hat eine recht überschaubare Mitgliederzahl (110) und stemmt jedes Jahr ein Event von der Größenordnung eines großen Popkonzerts. Letztes Jahr kamen über 30.000 Besucher!!! Der weltweit (kein Witz!) bekannte „Historische Feldtag Nordhorn“ gilt nach eigenen Angaben als das Mekka für die Freunde historischer Landmaschinen aus ganz Europa und Übersee. Jedes Jahr lassen über 1.600 Aussteller mit mehr als 2.000 Traktoren und Landmaschinen viele spannende Epochen wieder aufleben. Weiter Infos findet man unter
http://www.treckerclub.de/historischer-feldtag/

Früher hatte ich meine Vorurteile. „Trecker und Twitter“oder „Feldtag und Facebook“ passen irgendwie nicht zusammen. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Sehr gute Pressearbeit verbunden mit einer tollen mobil optimierten Internetseite wurde nun von mir gemeinschaftlich mit dem Orgateam um eine Facebook Seite ergänzt.

screenshot-www.facebook.com 2016-07-27 16-12-01

Facebook Seite Treckerclub Nordhorn e.V.

Was für mich so sehr ungewöhnlich war:
Weiterlesen