Die 10 häufigsten Fehler auf Grafschafter Facebook-Seiten (und auch generell)

hilfe

Ich will auch direkt mit der Tür ins Haus fallen und loslegen! Viele Beratungstermin in der Grafschaft Bentheim zeigen mir immer wieder dieselben Schwachstellen und Anfängerfehler speziell bei Facebook-Unternehmensseiten auf. Schnell hat ein Einzelhändler eine Facebookseite erstellt und wundert sich dann, dass es bei anderen anders oder besser läuft. Daher hier meine TOP TEN für alle Grafschafter Facebook-Admins (und alle anderen auch natürlich):

  1. KEIN DIALOG MIT DEN FANS
  2. KEINEN BENUTZERNAMEN UND KEINE EIGENE URL ANLEGEN
  3. PROFILBILDER UNTERSCHÄTZEN
  4. GEKLAUTE ODER FALSCHE BILDER NUTZEN
  5. TEXTE FÜR FACEBOOK UNPASSEND FORMULIEREN
  6. VERBOTENE GEWINNSPIELE POSTEN
  7. ÜBER DAS WETTER POSTEN
  8. KEIN IMPRESSUM
  9. VERWECHSLUNG VON PRIVAT UND GESCHÄFT
  10. PANIKATTACKEN BEI KRITIK ODER SCHLECHTEN BEWERTUNGEN

Es gibt sicherlich noch einige weitere Punkte, aber eben über diese Dinge stolpere ich immer wieder. Nun zu jedem Punkt eine kleine Anmerkung:

Zu 1) Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt. Wer da die Kommentare nicht beantwortet, die Nachrichtenfunktion ausschaltet oder selbst keine Interaktion schafft, hat auf lange Sicht verloren. Große Firmen wir die Deutsche Bahn (aktuell nicht mein bester Freund grrrrrr) nutzen professionell die Möglichkeit Kundenservice direkt am Fan zu praktizieren und freuen sich über jede Nachricht. Jeder Kontakt eines Fans muss als Geschenk gesehen werden!

Zu 2) Fanpages, die in der Browserzeile oben noch eine URL stehen haben mit einem Nummern-Wirrwarr und Bindestrichen, haben sich noch nicht einen eigenen Benutzernamen und eine eigene URL bei Facebook eingerichtet. Das ist sowohl für die Außendarstellung unpraktisch, als auch für die Google-Roboter. Der Benutzername einer Seite erscheint unter dem Namen einer Seite, in den Suchergebnissen und in der URL einer Seite, damit die Fans die Seite auch finden. Es ist also wichtig!!!

Zu 3) Kein Mensch schaut sich die Infos AUF einer Fanpage an. Die Menschen scrollen sich durch den Newsfeed und entscheiden dann anhand des Profilbildes und des passenden Postings, ob man sich den Beitrag ansieht/durchliest. Man muss also auf sich aufmerksam machen bei soooooo vielen Millionen Fanpages. Also Profilbild sollte man sein Logo benutzen oder zumindest ein eindeutiges klares Bild, welches zu dem Unternehmen gehört. KEINE Fotos mit vielen Menschen oder Privat-Fotos von sich selbst (sehe ich immer wieder). Und wichtig: Bitte bitte die Maße beachten! Das Kästchen ist VIERECKIG!  Das Bild muss dann angepasst werden. Wenn man ein rechteckiges Logo hat (echt doof dann), muss man es geschickt grafisch bearbeiten und in ein Viereck bekommen (oder den Grafiker bitten ein extra Facebook-Logo zu entwerfen in Anlehnung an das rechteckige Logo)

Zu 4) Eigentlich kein Kommentar dazu. Es sollte klar sein, dass man keine Bilder von Google oder sonst woher klauen darf (sehe ich IMMER WIEDER!!!). Bevor ein Foto tatsächlich verwendet wird, sollten drei Punkte geklärt sein, so Rechtsanwalt Thomas Schwenke in seinem Gastbeitrag auf allfacebook.de

Zu 5) Da der User einen Beitrag im Newsfeed anliest, sollte man in den ersten vier/fünf sichtbaren Zeilen den Fan begeistern und zur Interaktion auffordern. Das kann man nicht, wenn man z.B. viele Leerzeilen und Absätze in die Postings haut. Oder ich beginne den Text mit „Guuuuuuuten Moooooorrrgen“, denn dann habe ich wertvolle Zeichen verschenkt.Kürzere Texte (ich kann es auch fast nie einhalten) sind außerdem auf Facebook erfolgreicher/wertvoller, wenn man den Machern Glauben schenken darf. Inhaltlich muss man natürlich begeistern. Klar, oder?

Zu 6) Da wollte ich mich eigentlich nicht zu äußern, da ich schon so manchen zornigen Admin im Genick hatte (habe nur nett kostenfrei beraten und ihn drauf hingewiesen…). Ich sehe IMMER WIEDER Gewinnspiele, wo zum TEILEN des Beitrages aufgefordert wird oder (wenn auch indirekt) zum Markieren von Freunden. DAS IST VERBOTEN! Vielen Admins ist es nicht bewusst, dass man Seiten und auch Postings an Facebook melden kann. Ich würde so etwas nicht riskieren. Eine meiner einfachsten aber klarsten Aufstellungen für die Gestaltung von Gewinnspielen findet ihr hier (zwar schon von 2013, aber immer noch aktuell) http://blog.fanpagekarma.com/2013/11/25/checkliste-fur-facebook-chronik-gewinnspiel/?lang=de 

Zu 7) Schreibt bitte auch nur Dinge über Euer Unternehmen, über Euren Verein, die den Menschen am anderen Ende interessieren. Sobald ihr vom Wetter schreibt (es gibt Ausnahmen, wenn ihr z.B. in einer passenden Branche agiert) ist dem Fan klar: Der hat heute nicht viel zu sagen…. Langweilig! Spam! Bäh…Ziel muss immer sein: INTERAKTION

Zu 8) Schon seit einiger Zeit gibt es ein eigenes Feld in den Einstellungen einer jeden Seite, wo man sein IMPRESSUM einpflegen kann. Es ist sooo einfach:

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Facebook HILFE hilft fast immer

Für gewerbliche Webseiten, Blogs und Online-Shops besteht eine Impressumspflicht. Auch Facebook Profile und Fanseiten müssen über ein Impressum verfügen, wenn Sie nicht rein privat sind. Das Gesetz macht hier keinen Unterschied, ob es sich um eine Internetseite oder um eine Facebook-Seite handelt. An dieser Stelle bitte ich sich selbst weiter zu informieren, da ich als Social Media Managerin nicht juristisch beraten darf. Gerne weise ich aber auf die Pflicht hin, das Feld IMPRESSUM zu füllen.

Zu 9) Immer wieder finde ich gewerbliche Seiten mit Passfotos des Chefs als Profilbild vor (kein Witz!).Oft erfahre ich in Beratungsgesprächen, dass der Ersteller der Fanpage überhaupt nicht den Unterschied zwischen einem PROFIL (privat) und einer SEITE (geschäftl.) kennt. Leider wird dann auf der Seite auch teilweise so getextet als wenn es ein Privatprofil wäre. Das „Duzen“ der Fans ist OK, aber man schreibt eben nicht auf eine Fanpage „Schön, dass ihr gestern alle da ward, die Bude war gerammelt voll und ich war abends ganz schön platt“ (LIVE GESEHEN). Also bitte immer den nötigen Abstand halten und auf der Fanpage entsprechende mit Respekt und lockerem Umgangston seine Fans begeistern – aber auch mit Niveau!

Zu 10) Ich bekomme immer wieder Mails, sobald die erste schlechte Bewertung oder eine negative Kritik auf einer Fanpage gesichtet wurde. Ich muss dann oft beruhigen und verdeutlichen, dass es ein Geschenk ist, wenn sich die Menschen von ganz alleine (wenn auch mit Kritik) an einen wenden. Andere geben da viel Geld aus, das der Fan mit einem spricht. Grundsätzlich gilt: Man muss zu allem Stellung nehmen und jede Kritik erst einmal prüfen. Auf Augenhöhe antworten, sich kümmern und professionell reagieren – DAS ist das Motto! Bei Bewertungen ist es manchmal sogar Unwissenheit (man denkt, dass 1 = seht gut ist) oder einfach ein „Vertipper“ am Handy, dass man nur einen Stern bekommen hat. Auch da sollte man den Dialog (siehe Punkt 1) in den Vordergrund stellen und notfalls den Fan fragen, wie es zu einer schlechten Bewertung kam.
WICHTIG: Wie im echten Leben darf und soll ja auch jeder seine Meinung kund tun. In der realen Welt habt ihr ja auch nicht nur 5-Sterne-Bewertungen, oder?
In meine Workshops empfehle ich immer dieses einfache Flussdiagramm. Das hilft bei Kritik-Postings immer ganz gut:  flussdiagrammsome
Der dazugehörige Artikel ist ebenfalls klasse: http://karrierebibel.de/shitstorm-definition-beispiele/

So, nun bitte ich Euch Leser meine Top 10 an Eurer Seite abzuarbeiten und freue mich über ein WEITERSAGEN meines Beitrages! Falls ihr an einer Beratung interessiert seid (wir prüfen dann Eure Fanpage auf Herz und Nieren), schreibt mir eine Mail an
info@hamster-rat.de

 

 

Historischer Feldtag Nordhorn 2016

GrafschaftLOGO FACEBOOKer Einblicke (Titel meines Blogs) hatte ich in der vergangenen Zeit genug. Die Kunden, die ich als Social Media Managerin in der Region betreue kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Aber am meisten habe ich über den Nordhorner Treckerclub e.V. gestaunt und wünsche allen Gewerbetreibenden so ein Engagement, so ein tolles Team und so ein straffes Organisationskonzept. Der Verein hat eine recht überschaubare Mitgliederzahl (110) und stemmt jedes Jahr ein Event von der Größenordnung eines großen Popkonzerts. Letztes Jahr kamen über 30.000 Besucher!!! Der weltweit (kein Witz!) bekannte „Historische Feldtag Nordhorn“ gilt nach eigenen Angaben als das Mekka für die Freunde historischer Landmaschinen aus ganz Europa und Übersee. Jedes Jahr lassen über 1.600 Aussteller mit mehr als 2.000 Traktoren und Landmaschinen viele spannende Epochen wieder aufleben. Weiter Infos findet man unter
http://www.treckerclub.de/historischer-feldtag/

Früher hatte ich meine Vorurteile. „Trecker und Twitter“oder „Feldtag und Facebook“ passen irgendwie nicht zusammen. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Sehr gute Pressearbeit verbunden mit einer tollen mobil optimierten Internetseite wurde nun von mir gemeinschaftlich mit dem Orgateam um eine Facebook Seite ergänzt.

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Facebook Seite Treckerclub Nordhorn e.V.

Was für mich so sehr ungewöhnlich war:
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Über Printanzeige und Umwege zum Erfolg

Am Ende zählt das Ergebnis und die Kundenzufriedenheit

Als „sehr kritisch“ stufen mich meine Mitmenschen ein, wenn es um das Thema Kundenservice, Kundenzufriedenheit und Marketing geht. Ja, ich erwarte von meinem Gegenüber immer sehr viel. Besonders im Dienstleistungsbereich wurde und werde ich da immer wieder enttäuscht. Nicht eingehaltene Termine, keine versprochenen Rückrufe, falsche VersIMG_3336prechungen und/oder auch einfach nur schlechten Service erlebe ich oft.

ABER man muss auch mal loben! So habe ich eine Firma, die verstärkt in letzter Zeit mit einer kleinen aber zielsicheren Printanzeige in den Grafschafter Nachrichten wirbt, unterschätzt. Ihr Grafschafter Fensterputzer trat zum ersten Mal als Zeitungsanzeige in mein Leben.

Mein erster Eindruck war nicht der beste, obwohl die Zeitungsanzeige optimal gestaltet war. Die Website unter dereimer.de hatte mich nicht sehr angesprochen. Ob man diese ganzen Versprechen einhalten könnte? Die Inhaberin: Evita Vincken haute textlich ganz schön auf die Sahne und ich nahm gedanklich irgendwie Abstand von dieser Firma, die ich dennoch für die Reinigung meines Terrassenüberdaches gut hätte brauchen können. Ich traute dem Braten irgendwie nicht. Doch dann kam die Wende!  Weiterlesen

#Valentinstag – Wunderwaffe und Ausrede

#valentinstagSeit ein paar Tagen ist es wieder soweit! Viele Verantwortliche im Bereich Marketing oder Social Media (falls es da eigene Verantwortliche gibt) sind sehr dankbar für den bevorstehenden Valentinstag. Endlich gibt es wieder einen Grund für ein Posting, einen Tweet oder ein Lebenszeichen in der Zeitung.
Leider haben viele Firmen immer noch nicht verstanden, dass man immer und überall seine Anhänger im Social Web begeistern muss. Das Schlagwort heißt Storytelling! Man kann sich nicht nur auf die Highlights des Kalenders verlassen, sondern muss seinen Fans ganzjährig mit interessanten Informationen, Expertenwissen und regionalem Bezug zur Seite stehen. Mehrwert bedeutet nicht nur Feiertagsgeschwafel, Valentinstags-Hype oder den Muttertag in seine Postings aufzunehmen.  Weiterlesen

Heute gibt es Zeugnisse und Tipps

…. für Grafschafter Unternehmen im Bereich „Social Media“

Das Wort Zeugnis steht u.a. für eine Leistungsbescheinigung, eine Beurteilung. Heute bekommen unsere Schüler in Niedersachen die Halbjahreszeugnisse. Gerne möchte ich diesen Tag nutzen, auch den Unternehmen hier in der Region ein kleines (zugegeben sehr pauschales) Social Media Zeugnis auszustellen.

Social MediaDas Arbeitsverhalten bewerte ich im Bereich Social Media eher als AUSREICHEND. Es gibt tolle Fallbeispiele von sehr engagierten Fanpages, Twitterseiten und Co., aber der Großteil des Grafschafter Online-Marketings ist zaghaft, unentschlossen und ängstlich. Man arbeitet immer noch nicht MIT Social Media, sondern GEGEN. man sieht immer noch falsch angepasste Profilbilder und fehlende Impressen (heißt wirklich so).

Das Sozialverhalten bekommt nach reichlicher Überlegung eine glatte FÜNF, weil es eben gerade darum geht im Bereich Social Media -> das Verhalten im sozialen Gefüge: das Sprechen, der Blickkontakt, Verhandlungen und Auseinandersetzungen sowie die Körpersprache. Da bietet das Social Web eine enorme Menge an Möglichkeiten, aber diese werden in der Grafschaft noch viel zu wenig genutzt.   Weiterlesen