Kleiner Content ganz GROSS – wie mache ich das bloss?

Im Rahmen meiner Ausbildung an der Social Media Akademie zur Social Media Managerin kam ich in den Genuss, Mirko Lange als Dozenten erleben zu dürfen. Mirko Lange berät seit knapp 20 Jahren Unternehmen in allen Fragen der Öffentlichkeitsarbeit und vor allem der Online-Redaktion und Online-PR.

Auf seinem Blog hat er nun einen „Aufruf zur Blogparade: “Geiler Content – aber wie geht das?” gestartet.

Nachdem in den Vorlesungen meiner Fortbildung ständig davon geredet wird, Influencer für sein (kleines) Unternehmen zu suchen, möchte ich heute einen vielleicht für Mirko Lange unerwarteten Beitrag dazu schreiben, und hoffe auf ein Sichten.

Mein Blog-Titel „Grafschafter Einblicke“ lässt nicht unbedingt einen Social Media Ratgeber vermuten. Der erste Teil des Titel bezieht sich ganz klar auf die regionale Ausrichtung. Die „Einblicke“ jedoch könnten den Bogen zum Thema der Blogparade (s.o.) schlagen.

Kleiner Content ganz GROSS –  wie mache ich das bloss?

Es gibt Regionen, da zählt nur der Content, der eine wichtige Urart der Menschen befriedigt: DIE NEUGIERDE (siehe Wikipedia). Die Lust an oder auf Sensationen zieht ebenso wie das Interesse an Wissen. Dabei geht es z.B. hier in der Region verstärkt um die Einblicke in Dinge, die einen nichts angehen, die eine Gerüchteküche verstärkt ankurbeln oder die man einfach nicht ausspricht. Ich selbst durfte die Erfahrung machen, dass man dann starke Reichweite erzielt, wenn man mutig, frech und ehrlich ist. Erst beim Aufdecken und Kritisieren, werden alle wach und spitzen die Löffel. Eigentlich nichts Neues, oder?
Hier meine Empfehlungen für guten Content für Regionen, die noch nicht so stark digital erschlossen sind und wo die Neugierde noch auf dem Weg der Hau-Ruck-Methode befriedigt wird:
  1. Greife regionale Ereignisse auf und untersuche sie auf Sinnlosigkeit (Immer wieder der Trachtentanz beim Stadtfest)
  2. Bewerte nicht mehr vertretbare Werbemittel in der Region (Bandenwerbung, die keiner lesen kann oder Pappplakate beim Public Viewing)
  3. Headlines dürfen auch mal Namen und Missstände enthalten 
  4. Traditionelles kann auch in Frage gestellt werden (Schützenfest)
  5. Unarten der Region können auch als außergewöhnliche Tourismusmagneten verkauft werden (Wer kennt Kloatscheeten?) 
  6. Schreibe über die Dinge, die Dir schon seit Deiner Kindheit aufgefallen sind (hässliche Kirche im Ort)
  7. Riskiere Vergleiche mit Großstädten (ganz gefährlich), z.B. in München bringt keiner mehr seine Überweisungen zu Fuß zur Bank)
  8. Bringe skurrile Gewohnheiten zu Tage, die man besser in soziales Engagement wandeln sollte (Firma stattet 30 Fahrzeuge mit den gleichen Buchstaben auf Nummernschild aus – Gebühr kann man besser spenden)
  9. Lasse Trolle, Neider und Stalker (am besten noch Ex-Kollegen) nicht auffliegen, sondern verpacke das in scheinbar unscheinbaren Content (Herausforderung)
  10. Schreibe verstärkt über das Verhältnis zum Nachbar-Landkreis (wer kann sich denn schon wirklich leiden?)
Sicherlich sind diese Tipps speziell auf ländliche Regionen ausgerichtet. Vielleicht kann sich daraus aber auch ein „Back to the roots“ für Ballungszentren entwickeln? Meiner Meinung nach kann man mit diesen Hinweisen das spezifische Neugierverhalten der Menschen stark beeinflussen und Anreize auslösen. Es lebe die Gerüchteküche, es lebe die Einfachheit! Guter Content ist oft so nah.

2 Gedanken zu „Kleiner Content ganz GROSS – wie mache ich das bloss?

  1. Manuela Seubert

    Hallo Frau Nuffer,

    ihre Tipps und deren Umsetzung dürften manch verschlafene Landkreise aufrütteln.

    Ich musste zunehmend schmunzeln bei Ihren Tipps, – vielen Dank. Mir fiel auch direkt eine Bloggerin mit regionaler Ausrichtung ein, der ich Ihren Artikel weiterleiten werde.

    Sonntägliche Grüße aus einer Region/Stadt, die nicht mehr unbekannt ist 😉 …. Limburg

    Manuela Seubert

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    Antwort

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