Ein Museum muss nicht staubig sein – Social Media auch hier stark

Social Media für Grafschafter Museen geeignet?

Eigentlich wollte ich hier an dieser Stelle über unterschiedliche Kunden schreiben. Ihre Eigenarten, Ihre Besonderheiten und Marotten. Aber ein Ereignis eines meiner Kunden verleitet mit nun zu ein paar Gedanken zum Thema „Museum und Social Media“.
Museumswärter aus dem Schifffahrtsmuseum Nordhorn
Fragt man Kinder nach Ihren Gedanken zum Stichwort „Museum“ kommen Begriffe wie „langweilig“ oder „alte Sachen“ oder „war ich schon mal auf Klassenfahrt“. Man muss sich ja an die eigene Nase packen. Zur regelmäßigen Planung der Wochenenden gehört ein Museumsbesuch nicht unbedingt, oder? Die scheinbar verstaubten Ansichten könnten sich aber im Zeitalter von Social Media auch in der Grafschaft schon bald ändern.

Der digitale Wandel stellt Museen und Besucher  vor neue Chancen und Herausforderungen.

Vielleicht liegt es in der Sache der Natur, aber die riesigen Chancen des Internets sind bei hiesigen Museen noch nicht richtig angekommen. Die Schätze, die bislang hinter verschlossenen Türen, weit weg von einer möglichen neuen Zielgruppe verschlossen waren, könnten nun direkt zu den Gästen ins Wohnzimmer gelangen. Die einzige Hemmschwelle: Man muss auch bei diesem Weg mit dem ersten Schritt starten. Das fällt einigen Einrichtungen noch recht schwer. 
Früher funktionierte noch die Push-Methode. Museum ist da und man macht hier und da Werbung in den gängigen Medien und drückt seine Botschaft in die Märkte. Heutzutage sollte die PUSH-Phase Oberhand gewinnen, heißt: Man stellt sich als Museum großflächig auf, versucht einige verschiedene Schauplätze im Internet  zu belegen und schürt somit bei den Usern im Netz das Bedürfnis, die Informationen von alleine freiwillig sich zu besorgen – eben z.B. auf Facebook, Google+ oder auch stark zunehmend auf Pinterest.
Schnell wird klar: Ein Bauernmuseum Brookman Oosterwald oder ein Sandsteinmuseum Bad Bentheim sind sicherlich noch nicht angekommen. Andere haben den ersten Schritt gewagt, wie z.B. das Erdölmuseum Osterwald, aber schnell wird auch hier sichtbar, dass ein Facebook-Auftritt mit 6 Fans nicht gehegt und gepflegt wird. Positiv fallen auf: Der kleine Museums-Bauernhof im Tierpark, der über den Tierpark recht gut befeuert wird, und auch der Bronzezeithof in Uelsen gibt bei Facebook sein bestes (allerdings sind hier auch noch Basics nachzuarbeiten, wie z.B. einen eigenen Seitennamen zu kreieren).
Kunden und Gäste wie Muscheln zu sammeln – Social Web macht es möglich
Der eigentliche Anlass meines Blogposts ist jedoch das nun aufgenommene Engagement des Schifffahrtsmuseums Nordhorn an der Lingener Straße. Das Gebäude gleicht einem Fels in der Brandung, und Dr. Klaus G. Röhl hat in seiner Rede anlässlich des 15jährigen Jubiläums am vergangenen Wochenende betont, dass es stürmische Zeiten gab. Die Internetseite wurde passend zum Tag der offenen Tür überarbeitet und weist gleich auf der Startseite auf den eigenen Facebook-Auftritt hin. Unter http://www.schifffahrtsmuseum-nordhorn.de findet man sie. Erstellt wurde sie von der Nordhorner Agentur Bartsch & Frauenheim. Formschön, klar strukturiert und ansprechend. Trotz einer noch relativ geringen Facebook-Fanzahl wird ab sofort über den Social Media Kanal versucht, Appetit auf einen Museumsrundgang zu machen. Fotos und nützliche Inhalte sind hier unerlässlich. 
Unter https://www.facebook.com/schifffahrtsmuseum.nordhorn versucht man nun, traditionelle Kommunikation mit offenem Dialog zu verbinden.  Museen und Kultureinrichtungen müssen lernen, moderne digitale Medien effizient für sich zu nutzen. 
Einen tollen Leitfaden habe ich unter http://blog.hslu.ch/audienceplus/files/2011/10/HSLU-DK_SozialeMedien_Doppelseiten_Mittel.pdf gefunden! Hier wird immer wieder betont, das Social Media für Museen es eine grosse Chance ist, die Besucher abzuholen und bereits vor dem Besuch mit ihnen in Kontakt zu treten oder das Publikum in künftige Vorhaben zu involvieren und um Rat zu fragen. 
Wie sind die Museen in Eurer Stadt aufgestellt? Meiner Meinung nach ist hier noch ganz viel Potenzial und ich bin gerne bereit, als Berater tätig zu werden!

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