"Hildes Hobbyladen" in Nordhorn wird zum "Woll- und Stoff-Paradies"

Stricken, Nähen, Knöpfe und Co. bringe ich nicht unbedingt sofort mit Social Media in Verbindung. Aber stille Wasser sind tief 🙂
Letzte Woche fand ich in dem Post-Stapel „Sonstiges“ eine sehr ansprechend gestaltete Einladung zu einem Pre-Opening. Eine Einladung zu einer Eröffnung VOR einer Eröffnung ist immer gut.

Vor meinem Urlaub hatte ich dem Familienunternehmen Modestoffe Meyerink aus Nordhorn beratend zur Seite gestanden, da auch eine passende Facebookseite zur Geschäftseröffnung in Nordhorn geplant war. Ich war sehr erstaunt über das engagierte und zielgerichtete Betreben dieser Power-Familie, zumal die Übernahme von „Hildes Hobbyladen“ nicht das einzige Projekt der Firma ist. Wie man auf der Internetseite http://www.der-stoff-spezialist.de nachlesen kann, gibt es noch 4 weitere Stofffachgeschäfte in Lingen, Leer, Meppen und Westerstede. Dort wird ebenfalls ein umfangreiches Angebot an Stoffen in allen Bereichen und ein großes Sortiment Nähzubehör angeboten. Soweit so gut.

Die Fensterfassade wird noch komplett erneuert

Die Grafschaft hat ja immer schon als Textilstadt einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Welt gehabt. Was hat mich bewegt, diesen Artikel zu schreiben? Einfach das liebevolle gemeinsame Miteinander, das gegenseitige Helfen und der vertrauensvolle Blick in die unternehmerische Zukunft dieses Teams haben mich sehr beeindruckt. Familienoberhaupt Jürgen Meyerink hat mir in einem kurzen Gespräch verdeutlicht, dass am Tag der Eröffnung schon eine große Last von seinen Schultern gefallen ist. Die ganze Familie hat geholfen, die Anstrengungen sind auch Tochter Elena ein wenig ins Gesicht geschrieben. Tapfer holte sie sich von mir (mit Grippe und bevorstehendem Urlaub) heute noch ein paar Tipps. Die Buchhaltung, Ladeneinrichtung, das Marketing und auch die Werbung – jedes Familienmitglied hat seine Aufgabe.

Jürgen Meyerink und Martina Bergjann
Die 300 qm Ladenfläche erstrahlten heute in einer aufgeräumten und toll präsentierten Art, dass jede eintretende Stammkundin entzückt war. Auch freuten sich viele Gäste am Tag der Eröffnung über die ausgelegten Listen an der Kasse. Dort kann man sich für geplante Nähkurse etc. bereits eintragen. Interesse? Das geht übrigens mit diesem Google-Formular auch. Ich habe unsere 12jährige Tochter gleich angemeldet. Wenn die Mutter schon nur vorm Rechner sitzt, kann das Kind wenigstens das Nähen lernen.
Als Unternehmen sollte man sich immer mit einem Unique Selling Point von den Mitbewerbern abheben. Hier bietet das Stoff-Paradies sogar ab 6 € die Stunde an, die Nähmaschinen vor Ort für eigene private Arbeiten zu nutzen.

Der Bogen vom Geschäft zum Bereich „Online“ ist leicht zu schlagen, denn seit 2011 betriebt die Familie Meyerink schon sehr erfolgreich einen DaWanda-Shop, der unter http://de.dawanda.com/shop/DerBuntspecht zu finden ist. Über 12.000 Bewertungen sprechen für sich. Herr Meyerink meinte dazu „Der Shop ist wie ein eigener Laden“.  Meine Frage, was er denn ohne Internet tun würde, brachte ihn kurzzeitig zum Schweigen.

Man muss den Kunden gewisse Mehrwerte bieten. Zum Beispiel kann man in der Grafschaft Bentheim exklusiv nur bei Modestoffe Meyerink die hochwertige Stoffe der Firma Swafing beziehen. Der Inhaber, Hans-Gerd Swafing, war bei dem Pre-Opening ebenfalls zugegen und freute sich über das gelungene Nachfolge-Projekt für „Hildes Hobbyladen“. Um vielen Fragen entgegenzukommen: Die Tochter der bekannten Hilde, Martina Bergjann, ist weiterhin im Team und berät die Kunden wie eh und je.

Es waren gelungene Eröffnungstage. Das Internet ist in diesem Paradies allgegenwärtig. Teile der Deko, z.B. Wandbilder wurden auch online in Auftrag gegeben. Der aktuellen neuen Facebookseite https://www.facebook.com/modestoffe.meyerink  folgen demnächst vielleicht auf meine Empfehlung hin noch ein Profil auf Instagram und Pinterest.

Zwar ärgerte man sich im Hause Meyerink heute ein wenig über das fehlende Fingerspitzengefühl des hiesigen Anzeigenblattes (Mitbewerber wurde neben Eröffnungsanzeige platziert), aber das konnte den Elan und die Freude über das „Schmuckstück“ in der Altendorfer Straße 8-10 in Nordhorn nicht trüben. Ein Großteil des Werbebudgets fließe demnach künftig eben eher in das selbstbestimmte Online-Marketing. Dort könne man Zielgruppe und Auslieferung selbst bestimmen.

Mein Blog heißt Grafschafter Einblicke, und heute habe ich mich selbst über diesen Einblick sehr gefreut. WEITER SO und vielleicht auch mal für die brummeligen und oft unzufriedenen Offliner in der Stadt ein Vorbild, wie man es machen sollte. Offline und Online wird hier perfekt verzahnt. Selbst, wenn man privat „Facebook & Co“ als Quatsch empfindet, sollte man unternehmerisch denken und auch online mit den Kunden in den Dialog treten.

Hier nur ein kleiner (wackeliger) Schwenk durch das neue Cafè. Nähen in Gemeinschaft bei Keksen und Kaffee….nicht sichtbar der große Bildschirm. Hier sollen demnächst auch Nähanleitungen und eigene Produktionen laufen.

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