Weihnachtszeit war Werbezeit in der Grafschaft Bentheim… mit Erfolg? Sinn? Weitsicht?

Die Weihnachtsanzeige – Masse und Klasse

Am 24.12. war es wieder soweit. Nein, ich meine nicht die Sache mit dem Baum, dem Kind und dem Kartoffelsalat. Ich meine die alljährlichen Platzierungen der letzten Werbebudgets in Form einer Printanzeige in der lokalen Presse. Überall waren die Standardtexte zu lesen. Man dankte für das Vertrauen, wünschte den Kunden nur das Beste und hoffte um ein umsatzstärkeres Jahr 2015. Es wurde zum „Mitmachen und gewinnen“ aufgerufen, um die teils trist in schwarz/weiß gehaltenen Wunschanzeigen der Grafschafter Firmen ein wenig aufzupeppen. Meine Weihnachts-Dankes-Grußanzeige hätte aber sicherlich einen eigenen Text, eine individuelle Grafik und auf jeden Fall zeitgemäße Kontaktdaten beinhaltet.

Die Platzierung einer Werbebotschaft sollte grundsätzlich immer zwei wichtige Kriterien erfüllen: Sie muss möglichst viele Menschen erreichen und dabei auch möglichst viele Menschen begeistern oder zumindest zu einer Handlung auffordern (bestenfalls Umsätze zu tätigen). Mit einer Verlagsbeilage am 24.12. in DEM Medium der Region ist da auf jeden Fall schon einmal der richtige Ort gewählt für eine Anzeige. Aber was ist mit der Wirkung?

Allen Lesern, die sich nun in Schnappatmung üben sei gesagt: Werbung ist eine wichtige Maßnahme für jedes Unternehmen. Marketinginstrumente gibt es viele, ohne Marketing kommt kein Unternehmen heute aus. So kann eine Firma u.a. durch Printwerbung in Zeitungen und Fachmagazinen auf sich aufmerksam machen.

ABER: Muss es denn eine Anzeige ohne Farbe, Liebe und Aussagekraft sein? Wo sind denn die Berater, die hauseigenen Marketingexperten der Firmen, die prüfenden Chefs? Ich kann doch keine E-Mail-Adresse mit der Endungen „gmx“, „web“ oder „arcor“ in so eine aufmerksamkeitsstarke Verlagsbeilage setzen! Von den fast 200 Anzeigen in der hiesigen Presse wurden nur ca. 62% der Anzeigen mit Farbe bedacht. Was nützt einem denn eine Anzeige zu Heilig Abend, die zwar eine schöne Kerze als weihnachtliches Symbol enthält, aber neben den anderen grauen Anzeigen nicht in Erscheinung tritt? OK, es geht hier auch um den Preis so einer Anzeige….

Erschreckend ist die scheinbar lustlose Auswahl bestimmter gekaufter Anzeigen-Motive. So konnte ich bestimmte Kugeln und Baumelemente mehrmals in unterschiedlichen Anzeigen sehen. Fand ich schrecklich! Ich würde mich da bei meiner Agentur echt beschweren, dass man vielleicht bei der Suche nicht unbedingt den „Klassiker“ wählt. Der Beweis nebenstehend hier als Foto-Collage.
So sehr ich mich auch der Printwerbung verbunden fühle, reichen Zeitungsanzeigen längst nicht mehr, um den Kunden zu erreichen. Gefragt ist –
Tendenz steigend – Marketing mit unmittelbarer multimedialer Verlinkung. Ich muss den Kunden erreichen, oft  das ist heutzutage nur noch  ONLINE möglich.

Dass Online Marketing  ein immer wichtigerer Bestandteil des Marketing – Mix eines jeden Unternehmens wird, ist unbestreitbar. Richtig ist auch, dass keine Firma überall angemeldet und präsent sein muss. Es gibt so viele Möglichkeit, um im Internet auf sich aufmerksam zu machen, Werbung für seine Produkte oder sein Unternehmen zu schalten. Viele Firmen tun dies auch schon. Aber es darf nicht sein, dass von 183 Anzeigen zur besten Werbezeit ca. 64% der Anzeigen KEINE Internetseite in der Anzeige abgelichtet haben, oder sonstige Hinweise auf irgendwelche anderen Online-Aktivitäten. Das Bewusstsein für den digitalen Wandel ist einfach immer noch nicht überall angekommen. Wie auch letztes Jahr haben einige dieser Anzeigenkunden sogar einen Internetauftritt, aber es wird einfach nicht für nötig befunden, diesen zu erwähnen.

Da freut es eine Social Media Managerin doch enorm, wenn eine Anzeige (EINE) sogar ein Facebook-Icon mit in die Anzeige eingebaut hat! Ein HOCH auf Fotostudio Beernink! Internetseite + Hinweis auf Facebook! WOW! Dafür gibt es jetzt auch der Hinweis von mir, diese Seite direkt zu besuchen und zu liken. An das Fotostudio Beernink: Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, denn es fehlt noch ein Impressum auf Ihrer Facebookseite

(function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = „//connect.facebook.net/de_DE/all.js#xfbml=1“; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, ’script‘, ‚facebook-jssdk‘));

Es gibt natürlich auch tolle Anzeigen zu Weihnachten, die ansprechend gestaltet wurden. So fand ich die Anzeige der Grafschafter Autozentrale wie immer sehr gelungen und passend. Trotzdem fragte ich mich, was genau die Beweggründe für die Schaltung einer schwarz-weißen, emotionslosen und altmodischen Weihnachtsanzeige sein können. Ich fand keine Antwort. Beratung ist nötig.

Zu dem Begriff Werbung gehört auch immer der Begriff „Erfolgskontrolle“. Da bitte ich einfach mal für das nächste Jahr die KPI`s, die sogenannten Key Performance Indikatoren, also die Kennzahlen, anhand derer der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen so einer Weihnachtswerbung gemessen werden kann, zu prüfen. Zu kompliziert? Dann setzen Sie sich einfach mit mir in Verbindung und ich erkläre es Ihnen!

PS: Trotz fehlender Online-Hinweise und ohne Farbe, hat mich emotional die kleine Anzeige vom Tierhof Wilsum angesprochen. „Im Namen aller Tiere bedanken wir uns für die vielen Spenden“…war zumindest mal ein anderer Text, der mir auffiel 🙂

Ein Gedanke zu „Weihnachtszeit war Werbezeit in der Grafschaft Bentheim… mit Erfolg? Sinn? Weitsicht?

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