Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Facebook-Seite? Aus dem Nähkästchen geplaudert… #fbziele

fbzieleSehr dankbar bin ich Annette Schwindt für das Ausrufen der Blogparade zum Thema „Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Facebook-Seite?„.

Frau Schwindt ist im Web tätig als schwindt-pr und stellt für mich seit dem Start in meine Selbstständigkeit eine große Vorbildfunktion mit großer Influencer-Daseinsberechtigung dar.

Ihre Fragestellung zur Blogparade “ Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Facebook-Seite?“ wollte ich in diesen Blogbeitrag auf meine Beratungsgespräche beziehen, werde dies jedoch als Exkurs im Anschluss an die Ausführungen zu meiner eigenen Fanpage tun. Zunächst eine Selbstanalyse. Zu Beginn meiner Selbstständigkeit hatte meine Facebookseite nur ein Ziel vor Augen: Der Welt sagen, dass es mich gibt!

Rückwirkend kann ich sagen, dass ich meine Ziele (und auch Anforderungen) im Prinzip jedes Jahr modifiziert habe. Grundsätzlich kann ich jedem Admin ebenfalls empfehlen, mit Abstand und einem ehrlichen Blick auf das komplette Marketing die Ziele (und Erfolge) immer neu zu überdenken und zu prüfen.

Mein 1. Jahr:  Zu Beginn meiner Tätigkeit stand ganz klar im Vordergrund, eine Plattform zu besetzen und meinen Namen unter`s Volk zu bringen. Der Marketing-Mix musste neben Website gerade im Bereich Social Media natürlich auch ein großes Stück Facebook beinhalten. Egoistische Ziele wie Selbstdarstellung standen ganz oben auf der Liste. Die Ziele beschränkten sich auf das eigene Unternehmerdasein. Mein Gegenüber (der Kunde, Interessent) existierte quasi noch nicht wirklich. Obwohl, ganz stimmt das auch nicht, denn das „Fan-Sammeln“ war schon ein Bestandteil der Überlegungen, nur die Umsetzung in der Praxis war mir noch nicht klar. Man hofft dann naiv auch auf ein Schneeballwunder.

Mein 2. Jahr:  Im zweiten Jahr kamen schnell neue Ziele auf den Jahres-Facebook-Plan. Eine Fanpage hat viele Facetten und viele Stellschrauben, die alle individuell bedient werden müssen. Schwerpunkte in der Zielsetzung waren nun u.a. Vorbildfunktion einnehmen und Werbeanzeigen ausprobieren, Textlängen zu beachten oder auch Richtlinien immer zu beachten und zu studieren. Wieder richteten sich die Ziele aber hauptsächlich nach innen. Mein Blick richtete sich stark auf die Funktionen und Raffinessen der Plattform. Meine Ziele liefen darauf hinaus, dass ich einfach Facebook verstehen wollte und meine Fanpage bestmöglich instrumentalisieren wollte.

Mein 3. JahrDer Dornröschenschlaf war vorbei. Ich hatte die Kunden, mein Gegenüber entdeckt und wahrgenommen. Plötzlich schien der Knoten geplatzt und ich hatte nur noch ein Ziel vor Augen: Ich möchte mit meinen Fans kommunizieren. Ich wollte in die Wohnzimmer der Leute. Ich wollte, dass man sich mit mir und meiner Fanpage als Second Screen nebst Tatort und Nachrichten beschäftigt. So hatte ich in meinem dritten Jahr endlich den Weitblick erlangt und hatte nur noch ein Ziel: Ganz nah am Fan sein! Dadurch ergab sich im Alltag ein echter Dialog, denn auch private Nachrichten (das tun die Menschen immerhin ganz freiwillig und von alleine) sind eine tolle Art des Austausches. Ein gutes Netzwerk muss nicht immer viel Geld kosten. Es ergeben 1. Jahrsich effektive Netzwerke und Kontakte, die den Bumerang auch wieder zurückwerfen.

Meine aktuellen Ziele beschränken sich auf drei große Bereiche:
VERTRAUEN aufbauen – engen KONTAKT halten – NETZWERK aufbauen und pflegen

Ich versuche bei der Erreichung der Ziele aus drei verschiedenen Bereichen zu schöpfen:
EIGENES KÖNNEN/ANGEBOTE – REGIONALES/UMGEBUNG – RATGEBER

Ich versuche also meine Ziele mit abwechslungsreichen Postings zu erreichen. Facebookwerbung setze ich selbst eher weniger ein, empfehle es aber meinen Kunden und wir haben da auch gemeinsame Erfolge zu feiern. Mein wichtiger Leitsatz dabei: Augen und Ohren offen halten und den normalen Menschenverstand einschalten. Wirkt Wunder.

Wunder geschehen auch oft, wenn ich mit meinen Kunden die ersten drei Jahre der Facebookreise gemeinsam gehe….

Hilfe, meineIch arbeite verstärkt für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region und stelle die Blogparaden-Frage bei jedem meiner Beratungsgespräche. Da ich sehr oft ähnliche Antworten bekomme, kann ich passend zur Blogparade fast einen Prototypen beschreiben. Der klassische Gesprächsablauf, wenn ich den Kunden auf den Zahn fühle. Interessiert?
Wichtig ist mir: Niemand soll sich hier vorgeführt fühlen. Gerade in Firmen mit bevorstehenden Generationswechsel finden sich oft Probleme, die in der Sache der Natur liegen. Vor einigen Jahren hat noch niemand sich mit dem Thema Facebook auseinander setzen müssen. Daher sind für mich viele kleine Unternehmen schlichtweg hilflos und fahren quasi einfach nur ohne Führerschein 😉
Viele Gespräche beginnen mit dem Hinweis, dass irgendwann irgendjemand einst die Facebookseite erstellt habe. Oft war es ein Auszubildender, manchmal ein motivierter Marketingmitarbeiter oder auch die Frau des Chefs, die die Seite aus Langeweile erstellt hat. Erstellt war die Seite schnell, aber eine kontinuierliche Pflege und ein systematischer Aufbau haben nie stattgefunden. Schnell wurde die Seite zur Last und (huch), da wollten dann auch noch Fans Fragen beantwortet haben.

Das sportliche Motto „Dabeisein ist alles“ färbte scheinbar oft auf das Facebookmarketing ab, welches in viele Firmen nicht wirklich vorhanden war und ist. Die ersten Minuten eines Beratungsgesprächs zeigten oft, dass es keinerlei echte Ziele gab für den neu erstellten Marketingkanal. Es gab meist kein Bewusstsein dafür, dass man den Kunden ganz nah sein kann, ja quasi sich mitten ins Wohnzimmer der Kunden katapultieren kann, wenn man es nur wollte. Ziele also Fehlanzeige.

Nachdem ich die ersten Vorzüge eines Netzwerkes wie Facebook aus Unternehmersicht vermittelt habe, sprudelte aus den meisten Gesprächspartnern dann DAS Ziel schlechthin heraus: Ich will mit meiner Facebookseite Geld verdienen, sonst lohnt sich das ja alles nicht“.
Nach weiteren Erklärungsversuchen, dass man viele Früchte erst nach der Saat ernten kann, folgte meistens dann ein weiteres großes Ziel: „Ich möchte, dass die Leute in mein Geschäft kommen oder in meinem Onlineshop bestellen – DAS müssen wir den Kunden dann auf Facebook schreiben.“ – Puhhh… oft schlage- viele Fans- wenig Pflege- coole Gewinnspiele- ich zu diesem Zeitpunkt dem Entscheiderteam ein Grundlagen-Gespräch zum Thema Facebook vor.

Begriffe wie „Strategie“, „Redaktionsplan“ oder „Storytelling“ kommen oft nicht gut an bei den alteingesessenen Firmenchefs. Manchmal fällt auch der Hinweis „Frau Nuffer, das Internet ist doch so toll und schnell – da werden wir doch unsere Fanpage schnell auf die Gewinnerseite bringen“.

Leider ist ein ganz wichtiges Ziel immer noch die einfache Zahl der Fans. Hier sind viele Erklärungen zur Interaktionsrate und auch zum Facebook-Algorithmus nötig. Ein beliebtes Ziel ist immer, die Fanzahl mittels Gewinnspiele zu steigern. Leider sind immer die regelwidrigen Gewinnspiele Vorbilder. Spätestens hier empfindet der Kunde meine Belehrungen als anstrengend.

Spätestens bei der Frage „Brauchen wir unsere Internetseite noch?“ macht klar, dass die absolut notwendige Frage nach den Zielen einer Facebook-Unternehmensseite eine der ersten Hürden zu sein scheint für viele kleine Unternehmen. Oft ist es dann mein wichtigstes Ziel, diesen Kunden grundlegend das Prinzip eines sozialen Netzwerkes näher zu bringen. Daher schließe ich diesen Beitrag mit dem Ziel MEINER eigenen Fanpage: Aufklärung, Vertrauen schaffen, und Mut machen!

Ein herzliches DANKE an Annette Schwindt für Ihr stets verfolgtes Motto „Einfach kommunizieren“

5 Gedanken zu „Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Facebook-Seite? Aus dem Nähkästchen geplaudert… #fbziele

  1. Pingback: Von Facebook-Seiten zum Verständnis vom Bloggen – Mein Fazit zur Blogparade #fbziele | In Sachen Kommunikation

  2. Deine Christine!

    Vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag. Sehr ansprechend für mich, weil ich auch einen kleinen, feinen Blog betreibe und dann, weil ich ganz in der Nähe wohne, nämlich Ahaus, und Bad Bentheim und Umgebung sehr gut kenne 🙂 Viele Grüße sendet, Deine Christine 😉

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