Social Media Tag des TOPstart-Netzwerkes in Nordhorn

Am 9. Oktober fand in der Zeit von 16 bis 19 Uhr der Social Media Tag des TOPstart-Netzwerkes im Grafschafter TechnologieZentrum statt. Meine Erwartungen als zertifizierte Social Media Managerin waren recht ordentlich, zumal ich als Ideengeberin an dieser Veranstaltung nicht ganz unbeteiligt war.

unnamedAls Gast fand ich mich natürlich pünktlich am Veranstaltungsort ein. Leider sind (wie oft bei kostenfreien Events) einige Gäste dem Ruf Ihres Wochenendes gefolgt und es gab somit kurz vor dem Start noch ein hauseigenes Posting vom Grafschafter Technologie-Zentrum, wo man noch Last-Minute-Plätze anzubieten hatte.
Was ich mir ursprünglich als kleine Messe mit verschiedenen Ständen und Vortragsangebot vorgestellt hatte, stellte sich jedoch als Vortragsmarathon mit ansprechenden Themen heraus.  Bei so einem top Thema hatte ich viel mehr Gäste erwartet. Ca. 30 Personen lauschten dann nach einer kurzen Begrüßung durch
Heike Dorenz, Geschäftsführerin Grafschafter TechnologieZentrum den Beiträgen. Es startete Michael Schnaider, Geschäftsführer it.Emsland, mit der Einführung in das Thema: Bedeutung von Social Media für Gesellschaft und Wirtschaft. 

MICHAEL SCHNAIDER, Geschäftsführer it.Emsland

MICHAEL SCHNAIDER, Geschäftsführer it.Emsland

Die laut Programm geplanten 15 Minuten wurden wegen der interessanten Inhalte locker verdoppelt, was aber aufgrund der Absage von Steve Bormann, Inhaber 38 Grad Eventgastronomie, zeitlich kein Problem darstellte. Alle Zuhörer folgten Herrn Schnaider aufmerksam auf seiner Reise NACH „Social Media Land“ und saugten interessiert die Fakten der (allerdings von 2011/2012) verschiedenen Studien auf. So erfuhren wir Gäste z.B., dass es heutzutage normal ist, sich digital auszutauschen und mitzuteilen. Nach sehr emsland-lastigen Fallbeispielen, begeisterte mich das aktuelle VW-USA-Beispiel. Herr Schnaider erklärte sehr gut die Vorgehensweise und Strategie im Social Media Bereich. Nach diesem ersten Vortrag gab es viele Erkenntnisse hinsichtlich Social Media aus Sicht der Unternehmen und aus Kundensicht.

Wie kann ich mit Social Media Kunden binden und gewinnen? –
Diese Frage sollte Steffen Burkert, Leiter Crossmedia Grafschafter Nachrichten, beantworten. Er brachte zu unserem zukunftsweisenden Thema Unterlagen Web 1.o mit – einen Zettel. Er ließ uns tief in die Strategie und in die tägliche Arbeit im Social Media Bereich blicken und nannte auch interessante Zahlen. Tragisch bei einer Nachrichtenseite ist natürlich immer, dass Blaulicht- und Blitzermeldungen stets die größte Reichweite bringen. Der Annahme, dass Facebook & Co. kostenfrei sind, hielt Steffen Burkert den recht intensiven Personalaufwand entgegen. Stolz zeigte sich der Crossmedia-Leiter über die TatsacFullSizeRender (1)he, dass die fast 22.000 Fans auf der Fanpage bei Facebook ohne einen Cent Werbung organisch gewachsen sind. Eine interessante Zahl: ca. 50% der Facebook-Gemeinde der GN sind aus dem Bereich 18-34 Jahre, aber die Zahl der älteren User wächst stetig. Die Kanäle Twitter und Google+ seien hier in der Region nur in Einzelfällen von Interesse. Herr Burkert erläuterte an einer Vielzahl von Beispielen die Sonderstellung der Grafschafter Nachrichten im Social Web im Vergleich zu herkömmlichen unternehmerischen Fanpages. Dreh- und Angelpunkt sei es, Marktplatz für Informationen zu sein, und in dieser Funktion in Zukunft die Kunden zu finden und zu binden. Die Glaubwürdigkeit der Tageszeitung öffnet manche Tür in der Kundenbeziehung und wurde von Steffen Burkert als ein hohes Gut und fast als Wettbewerbsvorteil beschrieben. Marken- und Imageförderung stellen sicherlich für die Tageszeitung einen der wichtigsten PRO Punkte für die Teilnahme am Social Web dar. Einige weitere Fakten in Kürze:
– keine Eigenwerbung, sondern zu 99% nur Nachrichten auf Facebook
– 10 Postings am Tag bei Facebook
– Facebook für tägliche Arbeit als Recherchetool sehr wichtig geworden
– Anbindung an das Redaktionssystem erleichtert dem Redaktionsteam die tägliche Arbeit
– keine Shitstorms bisher erlebt
– intensive und umfangreiche Arbeit im Bereich „Kommentare sichten und ggf. löschen etc“

Da die Termin/Kalender-App von Herrn Burkert fälschlicherweise diesen tollen Bericht für Montag den 12.10. geplant hatte, mussten wir ihn mit Applaus zurück zur Geburtstagsfeier seiner Tochter entlassen, die zeitgleich zum Social Media Tag geplant war.

Es folgten kurze Beiträge zu den Social Media Angeboten der einzelnen TOPstart Partner. So referierte Gerd Lödden zu den Fördermöglichkeiten des Landkreises, Christine Krumtünger zu den Social Media Weiterbildungsangeboten der Volkshochschule, und Herr Schnaider zu dem auslaufenden Projekt eBusiness-Lotse der Hochschule Osnabrück.

Den für meine Begriffe krönenden Abschluss des Tages bildete der Vortrag des Fachanwalts für IT-Recht Hannes Albers aus Lingen. Er beantwortete uns die Frage: Was habe ich bei der Gestaltung eines rechtssicheren digitalen Auftritts zu beachten? Wegen der angehäuften Überziehungsminuten war die Aufmerksam im Raum nicht mehr zu 100% vorhanden, was aber den interessanten Ausführungen des sympathischen Anwalts keinen Abbruch tat. Seiner Meinung nach wird das Thema „Datenschutz“ DAS Thema der nächsten zehn Jahre sein. Amüsant fand ich den Kommentar von Herrn Albers auf ein vorhergegangenes Statement von GN-Mitarbeiter Steffen Burkert. Dieser hatte zum Start der Grafsunnamed (2)chafter Nachrichten im Social Web gesagt, dass man einfach losgelegt hätte, ohne langes Nachdenken….. Laut eigener Aussage, habe ihm, also dem Fachanwalt für IT-Recht, die Haare bei dieser Aussage zu Berge gestanden. Ganz so unbeschwert solle man bei dem Einstieg in das Social Web nicht herangehen. Dies belegten die klassischen Themen u.a. wie „Impressum“, „Datenschutz“ oder auch „Urheberrecht“. Ich vermute jedoch, dass man sich im Hause GN sehr wohl zu diesen brisanten Abmahnfallen im Vorfeld Gedanken gemacht hat.

Anschließend lud das Grafschafter TechnologieZentrum zu einem Imbiss und zum Netzwerken ein. Es gab interessante Gespräche und auch die Idee (ok, meine Idee), dieses Social Media Tag auszubauen und eventuell doch ein wenig mehr Messe-Charakter in so eine Veranstaltung zu bekommen. Da Social Web DIALOG bedeutet, fände ich persönlich viele Gespräche zeitgleich an verschiedenen Ständen (juristischer Bereich, Agenturbereich, Social Web, Fördermöglichkeiten) effektiver, als die typische Vortragssituation. Aber insgesamt war es ein guter Start und eine wichtige Veranstaltung in die richtige Richtung auf dem Weg zum digitalen Wandel. Danke an die Organisation und die Planung.

Christine Krumtünger (VHS), Hannes Albers, Gert Lödden, Heike Dorenz, Michael Schnaider

Christine Krumtünger (VHS), Hannes Albers, Gert Lödden, Heike Dorenz, Michael Schnaider

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