Stress im Netz – Wie die Feiertage zur Nebensache wurden

Dieses Jahr hat sich der digitale Wandel in der Grafschaft Bentheim doch sehrSTRESS NETZ weit in mein Privatleben hineingewagt. Erst in der Zeit nach Neujahr war es mir zeitlich möglich, mich auf die zahlreichen Mails, Tweets, Postings, sms, Whatsapp-Nachrichten und Nachrichten einzulassen. Ein paar Tage Urlaub (ja, auch eine Social Media Managerin ist mal offline) haben dann sogar Beschwerde-Mails hervorgerufen. Wir sind der schnelllebigen Welt anscheinend so verfallen, dass eine Antwort, die länger als 12 Stunden auf sich warten lässt (wir reden hier von privaten Antworten, im Business läuft das anders), ernsthaft zu Problemen führen kann. Ich bin ehrlich: 

Wir sollten von den Sammel-Whats-App mit lustigen Bildchen zu Weihnachten wieder Abstand nehmen. Das hundertste Facebook-Posting mit Glückwünschen und die zahlreichen geklauten Sprüche haben mich irgendwann irritiert. Und dann Stunden vor dem Jahreswechsel die Katastrophe: WhatsApp war down!
Man wechselte einfach schnell zu Twitter und entschied sich dann doch für das Teilen der sehr abgenutzten Neujahrsgrüße bei Facebook. Ob Schlümpfe, Katzen oder Chinesische Schriftzeichen, man hatte das Gefühl, alles schon irgendwie zu kennen. Es soll keine Beschwerde sein, es ist ein Zeichen unserer Zeit. Die zählbaren handgeschriebenen Postkarten habe ich aufrichtig unter dem Weihnachtsbaum aufgestellt, um Ihnen die nötig Beachtung zu schenken. Dennoch…. ein wenig graut es mir vor dem nächsten Jahr. Mein Plan: Geburtstag (17.12.) Start in einen netzfreien Urlaub, der dann ganz entspannt Anfang 2017 endet. Vorher werden alle automatischen Antwortmails aktiviert. Hoffentlich hat Facebook bis dahin für Privatprofile auch schon einen Abwesenheitsmanager eingeführt. Oder einfach das Profil komplett für die Zeit deaktivieren? Hhmm..geht auch irgendwie nicht.
Ein guter Vorsatz: Unserem Kind den Sinn und Unsinn unserer digitalen Welt weiterhin erklären, selbst in bestimmten Situati1onen die Nutzung der sozialen Netzwerke zu überdenken und für die nächsten Feiertage einen Lösungsansatz für eine bessere Kommunikation finden. Ob per E-Mail, WhatsApp oder Facebook-Nachricht: Überall und jederzeit erreichbar zu sein, stört nicht nur unseren Arbeitsfluss, sondern kann auf Dauer zu einer Belastung für das Gehirn werden, warnen Psychologen. Wir sollten auf uns aufpassen und das echte Kommunizieren nicht vergessen!

Sollte ich mich bei Irgendjemandem noch nicht ausdrücklich für Glückwünsche zum Geburtstag, Feiertage oder Neujahrsgrüße bedankt haben, so tut es mir leid! Es war mir absolut unmöglich, alles zu beantworten. Es würde bis Ostern dauern. Aber allen DANKE! Vielleicht richte ich nächstes Jahr ein Online-Gästebuch ein …. – oder es wird sein wir immer.

3 Gedanken zu „Stress im Netz – Wie die Feiertage zur Nebensache wurden

  1. Anna

    Hallo Sabine,
    ich habe dieses Jahr ähnliches erlebt, wobei ich mich schon darauf reduziert habe, nur noch wirklichen Freunden und Verwandten zurück-oder überhaupt zu schreiben an den Feiertagen Ende des Jahres. Jetzt mit eigener Facebook Page usw. muss man viele Spiele ja mitspielen. Aber nächstes Jahr wird einiges vorgeplant und ich versuche offline zu gehen für die Zeit der Festtage. Das wäre auch mein einziger Vorsatz für das Jahr 2016.
    Ansonsten, „lass die Leute reden…“ 😉
    LG Anna

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